HealthMonth

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HealthMonth ist eine gamifizierte Selbst-Tracking-Plattform, die es dem Nutzer erlaubt, jeweils für einen Monat persönliche, gesundheitsbezogene Ziele zu definieren und anhand von Regeln zu überwachen. Ob diese aufgestellten Regeln eingehalten werden oder nicht, muss der Nutzer jeden Tag selbst entscheiden. Per Mail wird der Nutzer jeden Tag gefragt, ob er sich an die aufgestellten Regeln gehalten hat. Mit Spielelementen, wie Punkte, Früchte, Herzen, Leaderboards und einer Community, wird zur Einhaltung der Regeln und dem regelmäßigen Erfassen von Daten motiviert. Im Zentrum steht dabei das tägliche Drehen des Glücksrads, mit dem man zusätzliche Punkte und Objekte durch Sonderregeln erspielen kann. Die gesammelten Daten sind jederzeit visualisiert einsehbar und am Monatsende wird konkret dazu aufgefordert, aus diesen Daten zu lernen. In HealthMonth lassen sich alle 5 Stufen von Li et al. (2010) wiederfinden. Auch werden viele Aspekte des Reflective Learning Modells von Rivera-Pelayo et al. (2012a) umgesetzt. HealthMonth laässt sich daher als eine vorbildlich gamifizierte QS-Anwendung betrachten. In der Abbildung oben ist ein Monatsreport von HealthMonth dargestellt. Das Dashboard bietet eine Übersicht über eingehaltene und nicht eingehaltene Regeln des betrachteten Monats.

URL: http://healthmonth.com.

Nike+

nike+

Nike+ ist mit seinen über 6 Millionen Nutzern (NIKE Inc., 2012) die wohl erfolgreichste gamifizierte Quantified-Self-Anwendung aus dem Gesundheitsbereich. Nike+ ermöglicht es mit Hilfe von Sensoren in Schrittzählern, Uhren, Armbändern und Smartphones, eine Vielzahl von körperlichen Aktivitäten aufzuzeichnen. Ursprünglich ging es hierbei um das Aufzeichnen von Zeit und zurückgelegter Strecke beim regelmäßigen Laufen. Mit Nikefuel können seit kurzem sämtliche sportliche Aktivitäten erfasst werden. Zur Motivation setzt Nike auf Gamification-Elemente, wie Punkte und Badges, für das Erreichen von Fitness-Zielen. In der Abbildung oben ist die Plattform von Nike+ dargestellt. Gut zu erkennen sind die Spielelemente Punkte links und Badges bzw. Trophäen in der Mitte.

URL: http://nikeplus.nike.com/plus/.

Weltspartag 2.0

Gamification in der Bankindustrie, wäre nicht meine erste Assoziation gewesen, aber warum sollte diese Kombination nicht funktionieren? Auf der Webseite, http://banking-innovation.org/index.php/kontakt/itemlist/tag/Gamification gibt es sehr interessante Beispiele und Ansätze. Was Mint.com bereits sehr erfolgreich vormacht, haben einige Unternehmen aufgegriffen und weitergedacht. Vor allem für Kinder scheint sich „Sparen-lernen“ gut mit Gamification verbinden zu lassen.

Foursquare

Foursquare

Foursquare gilt als das Paradebeispiel für Gamification und wird gerne zum Erklären von Gamification verwendet. Wie viele Point of Interest Plattformen stand Foursquare vor dem Problem, Leute dazu zu motivieren Orte in ihr System einzutragen. Foursquare entschied sich für den Einsatz von Spielelementen, vor allem Badges, um Leute zu motivieren Orte in Foursquare einzu tragen und die Plattform zu nutzen.

Neben dem Eintragen von Orten geht es Foursquare vor allem darum in, in Foursquare eingetragene Plätze „einzuchecken“ (Check-In). Dabei wird per GPS geprüft, ob der Nutzer sich an diesem Ort befindet. Ist dies der Fall kann er ein mal in einem gewissen Zeitraum an diesem Ort einchecken. Jeder Check-In wird registriert und gespeichert. Die Person mit den meisten Check-Ins wird zum „Mayor“ – quasi Bürgermeister – dieses Ortes.

Firmen und Ketten können dem Mayor einen bestimmten Bonus oder Rabatt für das Einchecken geben. So kann es sein, dass der Mayor eines Starbucks jederzeit dort kostenlos einen Kaffee trinken kann, solange er den Mayor-Status besitzt. Mit diesem Ansatz hat Foursquare eine neue Form des Loyality-Marketing geschaffen. Ansatt Stempelheftchen oder Bonusmeilen die man nur für sich sammelt, steht man bei Foursquare im Wettkampf mit anderen „Spielern“.

Darüber hinaus setzt Foursquare auf soziale Komponenten. Innerhalb der Plattform ist es möglich sich mit Freunde zu verknüfen und dern Checkins zu verfolgen. Auch lassen sich Aktivitäten direkt in Facebook veröffentlichen.

Neben der spielerischen Belohnung durch Badges für das Anlegen von Orten in Foursquare gibt es eine Reihe von versteckten Badges für Checkins, z.B. wenn man mehr mals an einem Strand einchecked kann man den Swimmies Badge freispielen.

Firmen wie die Deutsche Bahn springen auf das Konzept Foursquare auf und motivieren Kunden an bestimmten Plätzen ein zu checken.

URL: http://foursquare.com